Unser trauriger Weg – eine KiWu Geschichte der anderen Art

Wir sind Jahrgang ’71 und ’77 und sein mehr als 8 Jahren zusammen. Unsere Hochzeit fand vor fünf Jahren statt und zu unserem vollen Glück fehlt noch ein Kind oder zwei. Ich wollt ja immer Zwillinge haben, aber das war nur ein Traum.

Im Oktober 2009 haben wir es dann getan, keine Verhütung mehr! Der erste Sex ohne Kondom, denn die Pille nahm ich seit Anfang 2009 schon nicht mehr, war Herzklopfen pur. Immer der Gedanke, dass wir Leben hier entstehen lassen konnten. Der erste Zyklus ging vorbei und endete in der Mens. Uns war klar, dass es nicht sofort klappen würde. Aber die Idee war schon da.

Dann kam Weihnachten und wir hatten die ersten drei Übungszyklen hinter uns. Nicht schwanger.

Dafür aber eine Freundin, welche uns beim gemeinsamen Weihnachtsessen in einem Restaurant eröffneten, dass sie wieder schwanger sind. Sie hatten schon ein kleines Mädchen. Mein Kopf spielte Kino – wir könnten zusammen kugeln…

Im Dezember war ich auch mal wieder nach meiner SD schauen. Der TSH von 4 schockte mich extrem! Also konnte man die vorherigen Monate und die nächsten wohl getrost vergessen. Mit schlecht eingestellter SD kann man schwerer schwanger werden und es endet schneller mal in einer Fehlgeburt.

Leider klappte es dann noch immer nicht – und das MIT L-Thyroxin! Ich konnte sehen, dass bei jeder Geburtstagparty der Bauch der Freundin wuchs. Meiner blieb, wie er war. Ein bisschen zu dick, aber nicht wegen etwas Lebenden da drin. Der Sommer kam und uns eröffnete noch ein Paar, dass sie Eltern werden. Ja, danke, wieder in der Wunde bohren, übten mein Mann und ich doch schon 9 Monate.

Dann kam irgendwie April, der Zyklus war irgendwie anders, meine Brustwarzen taten länger weh und ich fühlte mich anders. Nur es war Wunschdenken, denn der Zyklus endet ebenfalls mit der Menstruation. Wieder starteten wir neu, die Schilddrüse wurde mal wieder kontrolliert und war doch einigermaßen in Ordnung.

Ich probierte LH Tests aus. Cool, zum ersten Mal hatte ich zwei Striche – wenn auch auf den falschen Tests. Aber noch ein Lichtblick, dass ich wirklich einen ES hab!

Da ich auch eher von der ungeduldigen Sorte bin, war es jetzt Zeit für mich etwas mehr zu unternehmen. Also musste ein Termin bei meiner FA her! Diesen bekam ich auch recht flott und so saß ich Ende Aug 2010 bei der Dame im Wartezimmer. Der Termin für die KiWu hatte ich schon ausgemacht und wär eine Woche später.

Das Ergebnis dieses Gesprächs war aber weniger erfreulich. Sie wollte mir keinen ‚Freifahrtsschein‘ für die KiWu geben, wie sie es ausdrückte, sondern wollte erst einmal selbst experimentieren. Natürlich wollte ich das nicht!! Wir hatten Probleme, sonst wären wir ja schon schwanger!! Meine Zyklen waren schön 28 Tage lang mit ES und schöner Hochlage! Die KiWu war doch für den unerfüllten KiWu da und war darauf spezialisiert! Sie lachte weiter über mich!

Nein, keine Freikarte für die KiWu, ich musste bei ihr erst mal ein Zyklusmonitoring machen. Man war ich sauer, als ich die Praxis verließ! Aber so biss ich in den sauren Apfel und ließ mich drauf ein. Der eine Monat ging auch schnell rum.

Dann der erste Blutabnahmetermin. Die Schwester meinte, dass die Ergebnisse in 4!!! Wochen kamen. Toll, da war meine Stimmung schon wieder auf dem Tiefpunkt!

Denkste, sie meinte, dass die SD nicht gut aussah. Mein TSH ist auf 2.9 angestiegen, nicht gerade optimal für den Kinderwunsch, wo er eher bei 1-1.5 liegen sollte. Ich wusste, dass ich Hashimoto hab und kurz darauf hab ich den Termin bei einem Endokrinologen gehabt. Man muss dazu sagen, dass ich den Termin schon 6 Monate vorher ausgemacht hatte. Er sah meine unregelmäßige SD und nahm Blut ab. SD war wieder schlechter, deshalb hat es wohl nicht geklappt bisher – Wunschdenken?

Mittlerweile hatte die eine Freundin entbunden und mein Bauch war noch immer leer.

Auch für meinen Mann war ich nicht untätig, der sollte seine Schwimmerchen testen lassen! Der erste Termin verfiel wegen seiner Arbeit und da lernte er mich mal sauer kennen! Aber dann klappte es doch noch. Für Anfang November hatte er seinen Termin gemacht.

Im Oktober fuhr ich wieder bei der FA vorbei, um die Werte zu besprechen und zu schauen wo mein ES stattfindet. Alles war super – meine 2. ZH war TOP, eine optimale Gelbkoerperphase lag vor. Nichts, was uns also von einer Schwangerschaft abhielt.

Bis auf dass ich mich weiter informiert habe – das WuKi Forum hat da ebenfalls einen Grossteil dazu beigetragen! Einige der Maedels hatten eine sogenannte Bauchspiegelung gemacht. Da wird geschaut, ob in der Gebärmutter alles top ist und wie der Bauchraum aussieht. Außerdem wird eine blaue Flüssigkeit durch die Eileiter gepumpt und geschaut, ob diese am anderen Ende wieder rauskommt. – So was wollte ich auch.

Man muss dazu sagen, dass ich im Schulalter eine sehr eitrige Blinddarmentzündung hatte und der Bauchraum nach der OP nochmals geöffnet wurde, da alles voll Eiter war! Es wurde der Bauchraum gespült und da dort unten auch die Eileiter liegen, wurde vermutlich auch Eiter da rein gespült. Für mich als Kind interessant, für meinen Kinderwunsch wohl sehr negativ.

Dies, so nahm ich an, kann DER Grund sein, dass es bei uns nicht klappt. Also bestand ich darauf, dass mir die FA eine Überweisung ausstellt für eine Bauchspiegelung mit Chromo-Analyse der Eileiter. Auf Endometriose tippte ich nicht, denn ich hatte nie extreme Schmerzen während der Mens.

Und als ich bei der FA raus bin, hielt ich den Überweisungsschein in der Hand! Am selben Tag telefonierte ich rum und fand schnell einen älteren FA, der dies regelmäßig und stationär in einem Krankenhaus machte.

Noch in dem Zyklus konnte ich zum Vorgespräch, nur kam meine Mens etwas zu zeitig, dass am Ende ZT 12 die Bauchspiegelung war. Er hat sich alles angeschaut und dann gab es den Termin, der vorletzte in diesem Jahr, so ausgebucht war er!

Das Ergebnis vom Spermiogramm war TOP. Alles super auf den ersten Blick. Mehr würden wir aber in dem Moment nicht erfahren, denn es waren intern noch andere Dinge ausgewertet wurden. Aber dies wussten wir jetzt noch nicht.

Die OP dauerte ca. 45 min und danach hatte ich einen Schlauch im Bauch. Ich hatte Durst, als ich aufwachte und mit der Drainage musste ich über Nacht bleiben. Mein Mann hat mich dann am Nachmittag besucht, der Arzt kam dann während der Visite vorbei.

Das Ergebnis?

Gibt’s in der nächsten Ausgabe!

Von G.

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