Politik

.

Handelsblatt:

Es gibt mal wieder neues von Frau Schroeder… *applause*

Die Geburtenrate sank leicht auf 1,36 Babys pro Frau, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Für das Jahr 2010 hatten die Statistiker eine Rate von 1,39 Kindern errechnet.

.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 662.685 Babys geboren, ermittelten die Statistiker des Bundes aus Daten der Standesämter. Deutschland geht der Nachwuchs aus, denn noch vor 20 Jahren kamen fast 170.000 Kinder mehr zur Welt. Dies liegt vor allem daran, dass die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter in diesem Zeitraum um knapp eine Million schrumpfte.

.

Ministerin Schröder will ungewollt kinderlosen Frauen helfen und rückt dafür das Thema künstliche Befruchtung in den Fokus. Keine andere politische Maßnahme hat eine so unmittelbar positive Auswirkung auf die Geburtenrate“, sagte Schröder. Schlagartig sei die Zahl der Geburten um 9.000 Kinder gesunken, als im Jahr 2004 zwischenzeitlich die Unterstützung des Bundes für die Befruchtung gestrichen wurde.

.

Schröder sagte, sieben Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt seien definitiv im aktuellen Etat vorgesehen, um ungewollt kinderlose Paare zu unterstützen.

.

7 Mio fuer uns Kinderlose… ein Tropfen auf den heissen Stein, wenn man bedenkt, dass ca jedes 7. Paar ungewollt kinderlos ist! Laut Statistik sind zwischen 2004 und 2006 (2004 wurde das Gesetz geaendert von 4 Versuchen voll bezahlt zu 3 Versuchen zu 50% bezahlt) ca 33.000 Kinder weniger geboren. Mittlerweile scheint es sich auf ca 10.000 Kinder weniger jaehrlich eingepedelt zu haben. Rechnet man nun die 7Mio durch diese 10.000 Kinder bzw Paare, welche eine Foerderung brauchen, hat man gerade mal 700Euro pro Paar.

Yeah 700 Euro, ein Tropfen auf den heissen Stein, haben mein Mann und ich doch letzten Jahr ca 6500 Euro fuer eine Nullbefruchtung IVF (damit nachgewiesen wird, dass die Spermien meines Mannes nicht in die Eizelle eindringen koennen – die KK erkennt den HBA Test ja NICHT an) und 2 ICSI incl 2 Kryos ausgegeben.

700 Euro, wie laecherlich!!

Selbst wenn wir das auf die ueberall erwaehnten 9.000 Kinder runterrechnen, macht das nur 777 Euro pro Paar. Schicke Schnapszahl…

.

news.de

Ich will nach Frankreich, da gibts 2 Kinder pro Frau. 😦

.

derwesten.de

Auch wieder die Seite von Schroeder und die Lesermeinungen sind sehr interessant!

.

presseportal.de

Was wirklich fehlt, ist die Perspektive, wie es langfristig gelingt, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen in einer schnelllebigen, allzeit Verfügbarkeit und Mobilität einfordernden Arbeitswelt. Wer sich von einem befristeten Vertrag zum nächsten hangelt, ist eben weniger geneigt, ein Kind in die Welt zu setzen. Und je länger es bis zur Familiengründung dauert, desto weniger Zeit bleibt für ein zweites oder drittes. Der Ausbau der Kinderbetreuung kann hier Abhilfe schaffen. Auch die Verkürzung von Schulzeit und Studium könnte sich auszahlen. Doch es geht auch um ein gesellschaftliches Klima: Wie begegnen Arbeitgeber und Kollegen jungen Müttern (oder Vätern), die sich Teilzeitstellen wünschen? Bleibt ihnen beruflicher Aufstieg möglich? In diesem Zusammenhang ist es bedeutend, dass sich beim Thema Frauenquote ein Umdenken andeutet.

.

abendblatt.de

Laut einer neuen Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ist bei über 35 Jahre alten Hochschulabsolventinnen die Geburtenrate in den Jahren 2005 bis 2009 gestiegen. Dass Akademikerinnen häufig im höheren Alter Kinder bekommen, erstaunt die Forscher nicht: Bei Frauen mit Hochschulbildung sei der Berufseinstieg durch die lange Ausbildung verzögert, das Kinderkriegen werde daher häufig aufgeschoben. Diesen Trend gebe es auch in anderen Industrieländern.

.

nicsbloghaus.org

etwas anderer Ansatzpunkt an die sinkende Geburtenrate („soziale Unsicherheiten, beruf­li­che Chancen für Eltern und ins­be­son­dere allein­er­zie­hende Mütter…“) und dass wohl Frau Schroeder denkt, dass wir Frauen keine Partner haben/wollen/bekommen. *kicher*

.

——————————————————————————————————-

Wissenschaft zur KB

.

Wallstreet-Online:

Angeblich sollen die Embryos besser beobachtet werden, alle, die sich in den ersten 5 Stunden 2 Mal teilen sind wohl besser als die langsamen. (<< muss ich mal meine KiWu fragen, ob sie so etwas schon anbieten)

…zeigte, dass viel weniger Einpflanzungen von Embryonen vorgenommen wurden, die einen zweiten Teilungszyklus in weniger als 5 Stunden aufwiesen (dies wird als direkte Zellteilung angesehen), als im Verhältnis zur Einpflanzungswahrscheinlichkeit von sich „normal“ entwickelnden Embryonen. Die Embryonen mit einem kurzen Teilungszyklus verfügen ganz einfach nicht über ausreichend Zeit für die DNA-Replikation, welches eine Voraussetzung für eine normale Zellteilung ist.

Nahezu 14 % aller untersuchten Embryonen zeigten dieses Teilungsmuster und laut der Studie verfügen sie damit über eine stark reduzierte Wahrscheinlichkeit, zu einer lebensfähigen Schwangerschaft zu führen. Sowohl für Patienten als auch für Fruchtbarkeitskliniken ist es sehr wichtig, die Anzahl der Einpflanzungen von Embryonen mit einem sehr niedrigen Einpflanzungspotenzial zu verringern. Mit der neuen Technologie verfügen Kliniken nun über objektive Kriterien, um Embryonen zu bestimmen, die eine höhere Chance zur Einpflanzung haben, wodurch erfolgreichere Übertragungszyklen von einzelnen Embryonen ermöglicht werden.

——————————————————————————————————-

KiWu Geschichte – Buch

.

tagesspiegel.de

Jedes 80. Kind verdankt hier sein Leben der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle im Labor eines Fortpflanzungsmediziners.

.

Waren Embryonen vor der Einpflanzung in den Mutterleib tiefgefroren aufbewahrt worden, so war die Erfolgschance höher. Es kam dann seltener zu Blutungen, Fehl- oder Frühgeburten. Eine mögliche Erklärung, die die Autoren dafür anbieten: Wenn zwischen Befruchtung und Einpflanzung einige Monate liegen, hat die Frau sich von der hormonellen Stimulation erholt, das Ungeborene findet in ihrem Körper „natürlichere“ Verhältnisse vor.

.

Nach wie vor kann nur rund die Hälfte der behandelten Frauen damit rechnen, ihr Wunschkind zu bekommen – meist nach mehreren vergeblichen Versuchen. Die Erfolgsrate der einzelnen Behandlung – Mediziner sprechen von der „Baby take home“-Rate – liegt derzeit zwischen elf und 25 Prozent.

.

Wer das Buch will: Amazon

Advertisements