Wird noch ueberarbeitet….

Langer Tag… im Krankenhaus.

Es geht um P. den Sohn von A.Cousine. Dieser hatte einen Autounfall mit 6/7 und da es damals keine Helme gab, knallte er mit dem Kopf auf den Bordstein. Es lag mehrere Wochen im Koma bis er wieder auffwachte.

Seitdem zuckt sein rechter Arm unkontrolliert und er klemmt ihn immer hinter dem Ruecken fest. Geistig ist er normal, wenn ihm auch das Sprechen schwer faellt.

Zumindest bekam er damals eine Drainage und mit 18/19 haben sie ihm einen Gehirnschrittmacher (OP am offenen Gehirn bei vollem Bewusstsein) eingesetzt. Ein paar Wochen ging es gut, dann fing der Arm wieder mit zucken an. Da man den Schrittmacher nicht hoeher stellen konnte, blieb alles auch im Kopf, da eine weitere OP nicht notwendig war.

Vor ca 1 Woche bemerken beide einen Pickel auf dem Kopf und sind zum Hautarzt. Diese verschrieb nur entzuendungshemmende Salbe.

Am Donnerstag – heute – schaut seine Schwester auf den Kopf und sieht, dass es wie ein Roehrchen aussieht << also kein Pickel. Zumindest haben sie dann Schwager angerufen und das KH, beide sagten sofort hin. Das Roehrchen ist ja ein direkter Zugang zum Gehirn!

Da Schwiegereltern nicht da waren (es stellte sich spaeter raus, dass sie bei einer Babyparty waren), die Tochter wegen Kind nicht konnte und meine Schwaegerin auch nicht konnte, fuhr ich mit ins KH.

21:30 waren wir da und haben auf den Arzt gewartet. Wir sassen auf dem Flur der einen Neurochirugie Abteilung.

Der Arzt kam ewig nicht. Dann endlich… ein Nicht-Deutscher. Wir haben ihn kaum verstanden, zum einen hat er genuschelt wie doof, zum anderen weil er nicht richtig deutsch sprach. Er hat tlw unsere Fragen nicht verstanden… *grml*

Naja, er hat es sich angeschaut und dann wollte er mit dem Chefarzt reden.

(Ging zurueck in sein ‚Glashaus‘ und nimmt sich vom Abendessen-Reste eine Schnitte mit der Bemerkung, dass er noch nichts gegessen haette. – Da wurde ich auchleicht saeuer-)

Irgendwann nach Ewigkeiten (wir haben gehoert, dass das Gespraech mit dem Oberarzt schon vorbei war) kam er wieder. „Es muesste heute Nacht noch operiert werden“ Aber nicht ohne genaue Befunde.

Also ging es erstmal ein Stockwerk tiefer zum CT und Roentgen. Beim CT waren wir dabei (ich fand es sehr interessant). Beim Roentgen wurden arg viele Aufnahmen gemacht, da P ja nicht richtig still sitzen kann.

Die Mutter war geschockt. Sie wurde dann ueberzeugt. P. Wurde Blut abgenommen und wir mussten warten, bis sie ein Bett gefunden hatten und bis nach 12, da er noch gegen 6 etwas gegessen hatte.

Schliesslich wurden wir abgeholt und er bekam ein Bett auf einer Station auf dem FLUR. Alle Betten waren belegt! Wir also weiter gewartet bis es 12:15 war. Dann ging es los.

Der Oberarzt hat nicht noch einmal vorher mit uns gesprochen. 😦

Die junge Narkoseaerztin hat mit uns gescherzt. Sie war sehr nett! P. kam in den OP gegen 12:30.

Wir sind dann raus, damit R. telefonieren konnte (Es hat gewittert wie doof) Danach sind wir in den Eingangsbereich und haben gewartet.

2 Uhr war vorbei und nichts geschah. Natuerlich fingen wir an uns Sorgen zu machen. Ich habe so gut wie mgl R. beruhigt.

3Uhr… Der Pfoertner kam zu uns und fragte, worauf wir warten… Er hat sich dann erkundigt. „P liegt auf der Intensiv“

R. ist fast zusammen gebrochen… 😮

Angeblich hat uns der Chefarzt gesucht… jaja.

Wir zur Intensiv, wo sie uns kurz informiert haben, dass es ihm gut geht. Es gab wohl Komplikationen mit einem Mittel. Mehr wussten wir nicht.

Nach Warten kam die junge Narkoseaerztin in Traenen zu uns heraus. Endlich bekamen wir eine Erklaerung. Die OP war schnell, man hat wohl alles entfernt. Beim Aufwachen wurde routinemaessig Novalgin gespritzt, dann bekam P einen Herzkasper und Atemnot.

Sie sagte, dass man zuerst an eine Lungenmebolie dachte, weshalb man reintubierte und ein CT machte. Aber da war nichts zu erkennen.

Bis man auf einen anaphylaktischen Schock kam, verging etwas. Es wurde Cortison gegeben, was ihn aufschwemmte.

Sie haben ihn dann nochmal in Narkose gelegt und grad noch einmal aufgeweckt, als wir vor der Intensiv sassen.

Als wir schliesslich zu ihm konnten (nach gruenem Kittel und Desinfektion) war er halb bei sich, arg verkabelt und wehrte sich gegen die Fesseln. Er hat es unbewusst gemacht. R.war fix und alle… Konnte sie dann zum gehen bringen.

Dann sind wir gegen 3 nach Hause gefahren… mitten ins Gewitter. Ich hatte Angst. 😦

Platzregen von der Autobahnabfahrt.

Totmuede daheim ins Bett gewollt.

Schwiegermutter wollte natuerlich auch einen kurzen Bericht. Sie war nun auch informiertund konnte nicht schlafen.

Naechsten Morgen 7 Uhr druecke ich auf dem klingelnden Telefon herum, weil ich dachte es war der Wecker. Habe mich schon gewundert, warum da Unbekannt stand…

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