http://www.wunschkinder.net/infosammlung/Schilddruese
Hashimoto: http://www.wunschkinder.net/infosammlung/Hashimoto
http://www.wunschkinder.net/infosammlung/Schilddruesenfehlfunktionen
Forum dazu: http://www.ht-mb.de/forum/forum.php

Schnellfassung:

BT machen lassen und niemals das L-T vor dem BT nehmen!

  1. TSH hoch, freie Werte niedrig = Dosis erhoehen, L-T nehmen
  2. TSH niedrig, freie Werte niedrig = Dosis beibehalten oder leicht erhoehen
  3. TSH hoch, freie Werte hoch = Dosis erhoehen oder beibehalten
  4. TSH niedrig, freie Werte hoch = Dosis gleich oder reduzieren

.

Zum BT gehoeren IMMER TSH und fT3 und fT4 (oder T4). Diese werden im Zusammenhang betrachtet.

Wenn man eine Autoimmunkrankheit vermutet, dann auch AK in regelmaessigen Abstaenden kontrollieren sowie einmal im Jahr zum US der SD gehen!

Bei Hashi sollten die freien Werte um 90% liegen, um einen Puffer nach oben zu haben. Gerade bei Stimu werden die Werte schlechter.

Bei Hashi: JOD meiden!!

Schwankungen sind bei Hashi normal. 😦

Dez 3.0, Maerz 1.8, Aug/Sept 3.0, Sept 1.8, Nov 0.2, Feb 0.1, April 1.7, Aug 0.0 << Nur mal so zum Thema schwanken…

………

Die lange Fassung:

Achtung, das hier ist von Hibbl geschrieben. Danke dir!!

Bei vielen von euch wird auch die Schilddrüse  (SD) per (Bluttest) BT geprüft. Gürkchen bat mich euch da ein paar Infos zu schreiben.

**Wichtig sind folgende Werte:
TSH (neu bis 2,5 und das seit 2003!)
FT3
FT4
ggf auch noch TRAK, TPO-AK (=MAK), TAK Antikoerper, die aussagen, ob evt eine Autoimmunkrankheit vorliegt)

Zu diesen Werten erhaltet ihr dann zu eurem Blutwert den Norm- oder Referenzbereich. Dieser gibt an in welchem Rahmen die Werte als „normal“ und ok angesehen werden können.
Bei dem TSH ist das so eine Sache, da es einen neuen Grenzwert gibt. Leider arbeiten bisher nur wenige Labore damit. Geht daher bitte immer von einem Grenzwert bis 2,5 aus und nicht höher!
Wenn ihr hier eure Werte posted, bitte mit den Referenzereich angeben.

Liegen Antikörper vor kann von einer Autoimmunkrankheit ausgegangen werden. Aber auch ohne Antikörper kann eine solche Erkrankung vorliegen. Hierzu bitte einen Spezialisten fragen.

Prozente ausrechnen: http://top-docs.de/include.php?src=werte.htm << Da (da sind auch die Umfragen zu dem Thema sehr interessant) oder:

Um selbst zu schauen wo euer Hormonspiegel im Moment ist hier die Formel zum Berechnen der Prozente:

( Blutwert – unterer Normbereich ) / ( oberer Normbereich – unterer Normbereich )

Ergebnis * 100 = %-Satz

** Wo sollten die Werte liegen für den KiWu?

Der TSH sollte um die 1 liegen. Ist er unter 1, ist das auch prima.
Solltet ihr bereits SD-Hormone nehmen wird euer TSH supprimiert (unterdrückt). Er ist dann nicht mehr wirklich aussagekräftig.

Die freien Werte (FT3 und FT4) sollten im mittleren bis oberen Bereich sein.

http://www.wunschkinder.net/forum/read.php?3,5564873,5565051#msg-5565051<< Links zum NEUEN TSH Wert! Falls ihr eure FA oder HA ueberzeugen muesst!

http://www.medizinauskunft.de/artikel/aktuell/2010/24_06_schilddruese_unterfunktion.php << Mehr Infos

** Wie finde ich die richtige Dosis?

Abgesehen von den Blutwerten kommt es auch immer auf euer Befinden an.
Habt ihr Probleme wie Müdigkeit, Schlappheit, Depris, Unmotiviertheit, Stottern, Gewichtszunahme trotz Sport und guter Ernährung, Wortfindungsstörungen, schnelles Schwitzen, Haarausfall, Herzrasen oder -stolpern, Nachlassen der Kondition, Verdauungsprobleme, Muskelkrämpfe, Verspannungen, … könnte das ein Zeichen sein, dass etwas nicht Ok ist.
Bei guter Medikamenteneinstellung verschwinden diese Beschwerden meist wieder.

Es kann auch sein, dass ihr immer mal wieder die Dosis anpassen müsst.

** Wie finde ich einen Arzt?

Einene guten Endokrinologen oder Nuklearmediziner zu finden ist nicht ganz leicht. Eine gute Anlaufstelle zum Suchen ist Ben’s Liste
www.top-docs.de

** Wie kann ich mich auch schlau machen

Nachdem ich nach 8 Jahren Leiden und Resignieren endlich herausgefunden hatte, was mit mir los ist, hat mir dieses Forum sehr geholfen

www.ht-mb.de
Dort gibt es auch ein Unterforum für Kinderwunsch und Schwangerschaft

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich selbst auch nur eine Betroffene bin und keine „Expertin“. Es gibt viele die um einiges mehr zu diesem Thema wissen als ich.
So dürfet ihr aber 1. Infos haben.[/quote]

Zum Thema fT4:

T4 (Thyroxin) hat eine lange Halbwertszeit (Zeit, bis ein Stoff sich im Körper zur Hälfte abgebaut hat) von durchschnittlich 7 Tagen im Körper.

Diese lange Halbwertszeit ist auch die Ursache dafür, warum es in der Regel nichts ausmacht, wenn man mal einen Tag kein Thyroxin einnimmt oder die Tablette erst etwas später einnimmt. Weil das Thyroxin wegen der langen Halbwertszeit im Körper gar nicht so schnell abgebaut wird, als daß das Weglassen oder Verschieben einer Tagesdosis den durchschnittlichen Blutspiegel besonders ins Schwanken bringen würde (allerdings – das sei dazugesagt – es gibt auch sehr empfindliche Menschen, die auch das Weglassen nur einer Dosis schon bemerken und nicht gut vertragen; meistens sind das solche, die generell sehr empfindlich auf Thyroxin reagieren oder solche, die noch nicht gut eingestellt sind und zu insgesamt zu wenig Thyroxin nehmen).

Dank der langen Halbswertszeit macht es auch absolut nichts aus, wenn man – wie man es ja soll – vor der Blutabnahme 24 Stunden kein Thyroxin einnimmt. Dadurch werden die Werte nicht (oder zumindest nicht relevant) niedriger angezeigt, weil die lange Halbwertszeit eben dafür sorgt, daß sich der Thyroxinspiegel im Blut über längere Zeit hinweg recht stabil hält.

So, nun zum Punkt, warum man eben vor der Blutabnahme morgens kein Thyroxin einnehmen soll, sondern 24 Stunden Pause machen soll:
nach der Einnahme der Thyroxintablette wird das Thyroxin recht schnell im Dünndarm von Körper resorbiert. Es gelangt dann vom Darm in sehr geballter Konzentration ins Blut und das führt für mehrere Stunden nach der Einnahme zu einem Peak (Spitze) bei der Blutkonzentration von T4 (und auch fT4). Forschungen haben ergeben, daß fT4 nach der Tabletteneinnahme für bis zu 9 Stunden um bis zu 13 % ansteigen kann. Also ein recht erheblicher Anstieg.

Erst im Laufe des Tages verteilt sich das Thyroxin im Körper und den verschiedenen Geweben, wird an Transporteiweisse gebunden, in T3 oder rT3 umgewandelt und von der Leber abgebaut.

Wenn man nun also Blut abnimmt, nachdem man schon morgens seine Thyroxintablette eingeworfen hat, dann ist es leider so, daß man genau diesen Peak, der zwangsläufig immer nach der Tabletteneinnahme für mehrere Stunden entsteht, mitmisst. Und dann sind die Werte verfälscht – insbesondere fT4 wird dann falsch hoch gemessen (Einfluß auf fT3 und TSH dürfte zwar wahrscheinlich nur gering sein, ist aber auch nicht gänzlich auszuschließen).

In der Praxis bedeutet das, daß man bei Blutabnahme nach Tabletteneinnahme in der Regel unpausibel hohe fT4-Werte vorfindet (fT4 passt dann einfach nicht zum TSH und/oder zum Befinden des Patienten). Und die Gefahr ist groß, daß der Arzt anhand so eines falsch hoch gemessenen fT4-Wertes entweder den Patienten schon als gut eingestellt befindet, obwohl er es gar nicht ist und noch unterdosiert ist („fT4 ist gut in der Norm, das ist prima“) oder gar als zu hoch eingestellt befindet („fT4 ist über der Norm, Sie sind überdosiert und müssen die Dosis reduzieren“).

Es ist leider auch nicht möglich, diesen Peak, den man nach der Tabletteneinnahme unweigerlich hat, wieder „rauszurechnen“ (wenn manche Ärzte behaupten, sie könnten das, so entspricht das definitiv nicht der Wahrheit!), denn die Höhe des Peaks hängt von zig verschiedenen Faktoren ab (Herstellung der Tablette und Art der zugesetzten Hilfsstoffe (Galenik) und damit Bioverfügbarkeit eines T4-Präperates, Stärke der Tablettendosis, Patient nüchtern oder nicht, persönliche Thyroxin-Resorptionsrate einer Person, Zustand des Magen-Darmtraktes bzw. Vorhandensein von Magen-Darmerkrankungen, resorptionshemmende Wirkung evtl. weiterer eingenommener Medikamente, vergangene Zeit zwischen Tabletteneinnahme und Blutabnahme + evtl. noch weitere unbekannte Faktoren), die man beim besten Willen nicht in eine „rechnerische Formel“ ( so á la: wenn Patient X 3 Stunden vorher 50 Mikrogramm Thyroxin genommen hat, dann ziehen wir X % vom fT4-Wert wieder ab) packen könnte.

Es geht also schlicht und ergreifend nicht, daß man den Peak rausrechnen kann. Und aufgrund dieser Unberechenbarkeit des Peaks wird eben empfohlen, daß man die Tablette vor der Blutabnahme weglassen soll. Damit eben keine unplausiblen fT4-Werte gemessen werden.

Einfluss der SD auf den Koerper:

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